Inventar Nr.: [Rubens, aufgelöst]
Werktitel: Oeuvres de P. P. Rubens, Tom. II, aufgelöster Sammelband mit Druckgraphik verschiedener Stecher, 49 Stiche zugeordnet
Beteiligte Personen:
Inventor:Peter Paul Rubens (1577 - 1640)
Stecher:mehrere Beteiligte
Anmerkungen:
Kommentar: Die Bibliotheksverzeichnisse der Wilhelmshöher Schlossbibliothek erwähnen vier Rubens-Klebebände und geben jeweils die enthaltenen Stiche an.
So steht im „Catalogue de la Bibliothèque de Weissenstein“ von um 1790: „7. / Eine Sammlung von Pet. Paul Rubens T. I. mit 119 Blätter / II -70- / III -124- / IV -186-“ (Kassel, Murhardsche Bibliothek, Handschriftenabteilung, 2° Ms. Hass. 784, S. 778).
Der „Catalogue de la Bibliotheque de Wilhelmshöhe“ von 1814 notiert: „1. / Eine Sammlung von Pet. Paul Rubens; T. I. mit 119 Blätter. / T. II. - 70-,,- / T. III. -124-,,- / T. IV. -186-,,- / 4 Vol. “. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Anzahl der Stiche mit Bleistift korrigiert: „mit 49 Stichen / 54 / 49 / 211“ und folgende Notiz hinzugefügt: „die Blätter aus Band / II sind aufgezogen / in 2 gr. Mappen. “ (Kassel, Murhardsche Bibliothek, Handschriftenabteilung, 2° Ms. Hass. 767, Bd. 3, S. 1061). Möglicherweise entstanden die Nachträge 1871 im Zuge der Revision des Bibliotheksbestandes.
Heute liegen drei der Rubensbände noch gebunden vor: Band I (Inv.-Nr. GS 39245, 50 Stiche, 6 entnommen), Band III (Inv.-Nr. GS 39246, 49 Stiche, 7 entnommen) und Band IV (Inv.-Nr. GS 39247, 216 Stiche, 4 entnommen). Die Anzahl der Stiche entspricht ungefähr dem Nachtrag im Bibliotheksverzeichnis von 1814. Die Bände tragen alle die alte Bibliotheksnummer 201.
Band II enthielt hauptsächlich Großformate. Er wurde, wie der Nachtrag im Verzeichnis von 1814 verdeutlicht, im 19. Jahrhundert aufgelöst. Die enthaltenen Blätter wurden in zwei überformatige Bände mit den Signaturen 203a und 203b montiert, die sich erhalten haben. Auch aus diesen Bänden wurden die Stiche jedoch entnommen, sodass sie heute lose vorliegen. Vgl. Brakensiek (Theatrum mundi) 2003, S. 412.
Band II ist in beiden Katalogen mit 70 Blatt angeführt. Im Verzeichnis von 1814 wurde die Stichzahl nachträglich zu 54 korrigiert. Heute können 49 Stiche zugeordnet werden.
Die Anordnung der Stiche in den Bänden ist nicht überliefert. Sie wurden in der Datenbank wie die drei noch existierenden Rubens-Klebebände nach den Werkverzeichnisnummern bei Hecquet geordnet. Stiche ohne Hecqueteintrag wurden an den Schluss der jeweiligen thematischen Sektion gestellt (Altes Testament, Neues Testament, Heilige etc.). HK


Literatur:
  • Hallo, Rudolf: Das Kupferstichkabinett und die Bücherei der Staatlichen Kunstsammlungen zu Kassel. 2. veränderte Aufl. Kassel 1933, S. 16, Kat.Nr. Ecole Flamande, Nr. 7.
  • Brakensiek, Stephan: Vom "Theatrum mundi" zum "Cabinet des Estampes". Das Sammeln von Druckgraphik in Deutschland 1565-1821 (Studien zur Kunstgeschichte 150). Hildesheim/Zürich/New York 2003, S. 399, 412-417.


Letzte Aktualisierung: 23.11.2020


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